Entstanden in Frankreich vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkrieges wirkt pax christi heute als internationale Friedensbewegung in 53 Ländern auf allen Kontinenten. Bei den Vereinten Nationen ist pax christi international als Nichtregierungsorganisation registriert.
pax christi benennt Missstände und bezieht klare Positionen, wo Menschenrechte verletzt und Konflikte mit Gewalt ausgetragen werden. Als christlich motivierte und politisch engagierte Bewegung bemüht sich pax christi um gerechte Strukturen des Zusammenlebens und zivile Wege der Konfliktbearbeitung.
Um Prozesse des Friedens und der Versöhnung zu fördern, führt pax christi Informationsveranstaltungen und Kampagnen, Aktionen und Hilfsprojekte durch. Mitglieder und Gruppen von pax christi sind solidarisch mit denen, die verachtet, bedroht und ausgegrenzt werden oder in Lebensgefahr bei uns Asyl suchen. Menschen in pax christi suchen nach Kontakten, Begegnungen und nach Austausch über Probleme des Friedens.
pax christi ist eine ökumenische Friedensbewegung in der katholischen Kirche. In der Tradition der Friedenslehre des Zweiten Vatikanischen Konzils macht pax christi das Friedenszeugnis der Kirche deutlich und sucht das Gespräch mit anderen religiösen Traditionen. Frauen und Männern, Jüngeren und Älteren bietet pax christi viele Möglichkeiten, etwas in Kirche und Gesellschaft zu bewegen. Die Überzeugungen, die Kreativität und das Engagement von Menschen sind die wichtigste Ressource von pax christi.
Wir wenden uns den Ursachen von Krieg, Terror und Gewalt zu:
Wir wollen die Ungerechtigkeiten in den politischen und ökonomischen Strukturen des Zusammenlebens abbauen, die Hunger, Armut und Unfreiheit hervorrufen.
Wir treten ein für die elementaren Menschenrechte und für menschenwürdige Lebensverhältnisse. Deshalb widersprechen wir der Vertreibung von Menschen, der Ausgrenzung von Minderheiten und ökologischem Raubbau.
Die Überwindung von Nationalismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus ist uns zentrales Anliegen.
Wir setzen uns ein für zivile Konfliktbearbeitung:
Wir wollen, dass bewaffnete Auseinandersetzungen vermieden und die gewaltfreie Austragung und Lösung von Konflikten gestärkt wird.
Deshalb treten wir ein für eine politische Weltfriedensordnung, die auf Vertrauen und Kooperation beruht. Dazu gehören die Stärkung und Reform von UN und regionalen Staatenbünden wie der OSZE und der Aufbau des neuen Internationalen Strafgerichtshofes.
Wir wenden uns gegen eine weitere Militarisierung der Außenpolitik und wollen Rüstungsexporte verhindern.
Wir praktizieren Solidarität mit den Opfern von Unrecht, Vertreibung und Krieg:
Die Verarbeitung der Erfahrungen von Krieg, der Abbau von Feindbildern und die Unterstützung von Aussöhnungsprozessen sind uns bedeutsame friedenspolitische Aufgaben.
Kriegsflüchtlingen und Asylsuchenden bieten wir durch konkrete Projekte Hilfe und Schutz an.
Wir initiieren und unterstützen Kampagnen und Projekte, zum Beispiel:
Stärkung von Friedens- und Versöhnungsinitiativen auf dem Balkan, in Nahost und im Netzwerk von pax christi international durch Friedensfachkräfte und Freiwillige.
Solidaritätsfonds Eine Welt: Förderung von Projekten und Partnerorganisationen in Lateinamerika, Asien und Afrika, die sich für soziale Gerechtigkeit und Menschenrechte einsetzen.
Engagement von Mitgliedern in der globalisierungskritischen Bewegung attac. Ein Mitarbeiter des Sekretariats vertritt pax christi im Rat von attac Deutschland.
Beteiligung an der Kampagne gegen Landminen und Unterstützung von Aktionen zur Einschränkung von Kleinwaffen.
Schließlich wollen wir als katholische Friedensbewegung uns selbst im Geiste Christi um Frieden und Versöhnung bemühen und die Kirche an ihre Friedensverantwortung erinnern.
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