- Friedenspfahl -

Aus Anlass des völker-
rechtswidrigen Angriffes
auf den IRAK wurde der
Friedenspfahl verhüllt

Das original Plakat, das zur Aufstellung des Friedenspfahles eingeladen hat. 

Vor sechzig Jahren, am 8.Mai 1945, war die barbarische Naziherrschaft besiegt. Am 1.September 1939 hatte dieses verbrecherische Regime den entsetzlichen zweiten Weltkrieg vom Zaun gebrochen. Zur Erinnerung an diesen schwarzen Tag der deutschen Geschichte wurde am 1.September 1988 in Hückelhoven im Dreieck zwischen Rathaus, Gymnasium und dessen Aula der Japanische Friedenspfahl errichtet. Seit damals wird an dieser Stelle in verschiedenen Sprachen der sehnlichste Wunsch aller Völker zum Ausdruck gebracht: Möge Frieden auf Erden sein. In diesem schlichten Satz ist zusammen gefasst, was der japanische Religionsphilosoph Masahisa Goi in seinem "Gebet für den Weltfrieden" aufgeschrieben hat - Möge der Friede auf Erden regieren!

Seit 1982 traf sich in der Friedenskirche Ratheim der „Ratheimer Friedenskreis“. Als 1988 dort bekannt wurde, dass die japanische Friedensbewegung rund um den Globus Friedenspfähle zum Gedenken an die Opfer der Atombomben von Hiroshima und Nagasaki aufstellt, ergriffen auch hier engagierte Gruppen die Initiative. In Japan existierten bis dahin sechzigtausend Friedenspfähle und in mehr als siebzig Ländern standen bereits über eintausend solcher mahnender Symbole.
Bis heute wurden mehr als 200.000 solcher Friedenspfähle  in mehr als 160 Ländern der Welt aufgestellt.

Der Friedenspfahl wurde mit Schrifttafeln in den Sprachen Japanisch, Englisch, Französisch, Russisch und Deutsch versehen. Am 1.September 1989, dem fünfzigsten Jahrestag des Überfalls auf unser östliches Nachbarvolk, kam der Schriftzug in polnischer Sprache hinzu. Mit der niederländischen Sprache erinnerten wir an den Angriff deutscher Truppen auf unsere westlichen Nachbarn.

Seit der Gründung des gemeinnützigen Vereins „Eine Welt-Laden Hückelhoven“ e.V. gehört auch dieser zu den Initiatoren der Veranstaltungen am Friedenspfahl. Der Verein brachte am 14. Okt. 1992 eine Tafel in Spanisch an. „Paz a Todos los Hombres“ - Frieden für alle Menschen - erinnert an Menschenrechtsverletzungen und Folter, Landraub und Umweltzerstörung, die vor 500 Jahren mit der „Entdeckung Amerikas“ begannen. Sie soll auch unsere Generationen mahnen: Nur Gerechtigkeit schafft Frieden!

Immer wenn sich Menschen um den Friedenspfahl versammelten geschah dies zum Gedenken an Opfer von Ungeist und Hass, von menschenverachtender Gewalt und Krieg. Der Friedenspfahl soll weiterhin die Verbundenheit und Vernetzung aller Menschen symbolisieren, die für Frieden arbeiten in unserer EINEN WELT.

Hans Georg Lippert

zum Anfang