Einige aus unserer Gruppe waren am Ende der erstmalig durchgeführten Hückelhovener Friedenstage regelrecht erschöpft. Immerhin haben wir ein Jahr gebraucht, um mit unseren sieben Kooperationspartnern ein elftägiges Programm auf die Beine zu stellen, das sich sehen und hören lassen konnte.
Das mag schon die reine Aufzählung andeuten: Eröffnungsgottesdienst mit einer von einem heimischen Chor uraufgeführten „Missa mixta“, einer Messe, bei der die feststehenden Teile nicht von einem bestimmten Komponisten, sondern von verschiedenen aus unterschiedlichen Epochen sind; Friedensfahrt zu einem Gedenkstein für Opfer des Nationalsozialismus im benachbarten Holland; Ausstellung „Kleinwaffen“; Informationsveranstaltung für Jugendliche zu Friedensdienst und sozialem Jahr im Ausland; Ökumenischer Gottesdienst zur Reichspogromnacht; Kinder lesen, malen und singen über den Frieden; „Human bombing“, aufgeführt von der Berliner Compagnie (vielleicht das Highlight der Dekade); christlich-islamisches Freundschaftsfest; die Erweiterung des Friedenspfahles; Pax Christi Gottesdienst zum Volkstrauertag mit Ferdinand Kerstin, Pax Christi; Podiumsdiskussion zum Thema „Bundeswehr – die neue Friedensbewegung!? (mit Herbert Böttcher als Vertreter von Pax Christi); „Das trifft sich gut“, ein Kabarettabend von und mit Martin Herndlhofer; Ökumenischer Abschlussgottesdienst zum Buß- und Bettag.
Auf lobenswerte Weise hat uns die heimische Presse begleitet. Weniger anerkennenswert war bei manchen Veranstaltungen die Beteiligung der Bevölkerung. Insbesondere die Vertreter-/innen von Rat und Verwaltung und aus den Pfarrgemeinderäten, Presbyterien und Kirchenvorständen waren nicht der Aufforderung des Apostels Petrus gefolgt, den Frieden zu suchen und ihm nachzujagen (1 Petr 3,11).
Hier der Download des Flyers der Friedenstage.
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Zu den Bildern oben links: Besuch mit holländischen Friedensfreunden am Ehrenmahl Lusenkamp an der deutsch-holländischen Grenze. Hier sind in den letzten Kriegstagen 14 Männer aus Roermond von den Nazis hingerichtet worden. oben rechts: Schüler des Gymnasiums besuchen die Kleinwaffenausstellung. Alle Schüler der Oberstufe diskutierten mit einem Mitglied der Gruppe über den Einsatz von Kleinwaffen und die vielfältigen Verstrickungen der BRD und der deutschen Industrie. rechts: Die Erweiterung des Friedenspfahles mit Schildern in Arabisch, Hebräisch, Türkisch und Portugiesisch. Ein türkisches Mitglied des Runden Tisches Hückelhoven redet zum Friedensverständnis des Koran.
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